Wenn man Tischtennis spielen will und keinen Schläger hat – es lebe der Einfallsreichtum!

Vom Spielen mit der Handfläche bis zum Buch als Schläger

Das Konzept vom Tischtennis ist klar. Ein Tischtennistisch mit Netzgarnitur, ein Tischtennisball, mindestens zwei Spieler und ein Schläger für jeden. Man möge meinen, dass ein Tischtennismatch ohne diesen, vielleicht gar nicht so essentiellen, Bestandteilen des Spiels nicht funktionieren würde. Dabei wird dem Konzept schon seit Generationen getrotzt.

Tischtennistische findet man vieler Orts- im Park, im Schwimmbad, auf Spielplätzen oder auch in Freizeit- und Jugendzentren. Was man aber nicht überall findet ist das zusätzliche Equipment wie Schläger, welche in der Regel von zu Hause mitgenommen werden müssen. Überkommt einen also einmal das Verlangen nach Pingpong spielen und das einzige was neben Tisch und Gegner fehlt, ist der Tischtennisschläger, so ist ein Griff in die Trickkiste von Nöten. In Schulen erfreuen sich Bücher als Ersatz zum üblichen Schläger. Ganz nach der Devise “Mathe brauch ich eh nie wieder”, nehmen Schüler und Schülerinnen ihre Schulbücher zur Hand und versuchen so ihre Gegner durch getrickste Aufschläge auf die Knie zu zwingen.

Sollte man auch kein Buch zur Hand haben, oder ist das Buch einem einfach zu wertvoll dafür, um als Schläger zu agieren, so ist weitere Aushilfe geschaffen. Was im richtigen Tischtennis verboten ist, wird in solchen Situationen zur Regel. Der kleine Ball wird mit der Hand gespielt. Dies funktioniert nicht ganz so gut wie mit dem beschichteten Tischtennisschläger, aber es klappt allemal! Ob man nun nur eine Hand verwenden darf, oder sogar beidhändig spielt, müssen sich die beiden Kontrahenten wohl unter sich ausmachen.

Headis- Tischtennis mit Köpfchen

Ist das Spielen mit der Hand zu langweilig oder erscheint es dem ein oder anderen zu einfach, so ist Köpfchen gefragt- wortwörtlich. Was sich 2006 über Studentennetzwerke in Deutschland verbreitet hat, irgendwann als Kurs angeboten wurde und mittlerweile 1000 Spieler aus aller Welt zu Weltcup Turnieren animiert, entstand durch die Situation “Schlägerloser will Tischtennis spielen”. Headis, wie sich der Sport bei dem mit dem Kopf ein Ball über die Tischtennisplatte befördert wird nennt, hat sogar im über 5000km vom Entstehungsort entfernten Iran Anklang gefunden. Die Hände an den Kanten des Tischtennistisches platziert, wird ein Ball mit Kopfbällen zum Gegner befördert. Die Regeln und Ziele sind hier 1:1 die selben wie beim klassischen Tischtennis.
Anhand Headis sieht man, dass das strenge Konstrukt eines Spiels gar nicht so streng sein muss. Fasst man mit viel Fantasie und Einfallsreichtum in die Trickkiste, eröffnet sich einem eine Welt von Versionen eines Sports, in welcher man
für manch einen vielleicht die bessere Alternative findet.

Leave a Reply