Auf den Spuren des Pingpong

Es gibt viele Theorien wie Tischtennis entstanden sein soll. Die ersten belegbaren Daten sind dabei alle die selben. Der Ursprungsort ist das Vereinige Königreich und seitdem 1875 durch einen englischen Ingenieur die ersten offiziellen Regeln festgelegt wurden, kann man es als lizenzierte Sportart bezeichnen. Ob es eine Vorgeschichte vor des Erreichens des Tischtennis auf den britischen Inseln gibt und wie diese lautet ist historisch schwer zu belegen. Die häufigste These ist, dass der Geburtsort des schnellsten Ballsports in Indien liegt. Wie es auch gewesen sein mag, so fand Tischtennis seine ersten Fans in England. Damals schon galt das übliche Tennis als eine der Lieblingssportdisziplin des Adels. Schließlich wollten Gräfe, Lords und alle anderen der Oberschicht ihren Lieblingssport überall ausüben. Ist Großbritannien aber für seine vielen Regenstunden bekannt, so war schnell klar, dass man Tennis nicht immer spielen konnte. Um also nicht verzichten zu müssen, wurde das “Raum-Tennis” geboren. Auf einem normalen Tisch, meist Esstisch, wurde eine Schnur gezogen und mit etwaigen Gegenstände, wie Büchern und Bratpfannen, wurde in Manier des Tennis versucht, den Ball auf die Gegnerseite zu befördern. Anfangs konnte man jedoch noch nicht von einem Ball reden. Rund geschnitzt Korken fanden ihre Funktion als Tischtennisball.

Ping Pong, Whiff Whaff und Flim Flam

Das Tischtennis, so wie es heute weltweit bekannt ist, fand sich am Anfang unter dem Namen “Pingpong” wieder. Dieser Name rührte auf die Geräusche hin, die der kleine Ball aus Zelluloid macht, sobald er auf der Tischtennisplatte aufkommt. Weitere Bezeichnungen, welche den selben Ursprung hatten, waren “Whiff Whaff” und “Flim Flam”. Heute verwendet der Volksmund zwar noch die Bezeichnung “Ping Pong”, jedoch darf sie durch den Aufkauf eines Spieleherstellers im Jahre 1901 keinen Gebrauch bei Turnieren oder im Handel finden.
Vom Adel der britischen Inseln verbreitete sich das Tischtennis am Anfang des 20. Jahrhunderts langsam in Mittel- und Westeuropa. So erfuhr es steigernde Bekanntheit, vor allem in Ungarn, Österreich und Deutschland. Der erste Weltmeister im Tischtennis 1926 war somit der Ungar Roland Jacobi.

Übersee

Während sich das Ping Pong innerhalb Europas immer weiter verbreitete, gewann es auch in Ostasien an immer mehr Beteiligung. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts gebührt den Europäern, wenn es darum geht, wer denn der Beste im Tischtennis war. Zur Mitte des letzten Jahrhunderts hin kam die Wende. Ab 1952 dominierte Japan das Tischtennis. Bis heute führen asiatische Länder, Japan wurde von China abgelöst, die Weltrangliste im Tischtennis an.
Währenddessen hat es sich in Europa zu Familienspaß für Jung und Alt entwickelt. In den letzten Jahren kann eine internationale Verbesserung des deutschen Profitischtennis beobachtet werden. Dennoch hat es sich hierzulande mehr zu einer Tätigkeit, einem Hobby, für jedermann entwickelt, welche Menschen zusammen führt und Freundschaften schafft.

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